Wer wir sind

Historie
Alles begann 2007, als die bayerische Staatsregierung per Gesetz die Universitäten dazu zwang, von allen Studierenden mindestens 300, jedoch maximal 500 Euro Studiengebühren zu erheben.
Der Ärger über die sozial selektiven Gebühren und die Misstände bei der Verwendung, führte 2008 zur Gründung eines gemeinsamen Arbeitskreises der Studierendenvertretungen der Ludwig-Maximilians-Universtität, der Technischen Universität und der Hochschule München. Damit war das Bündnis “SoS – Studieren ohne Studiengebühren” gegründet. Rasch gründeten sich an anderen Hochschulstandorten weitere AKs, die den schlagkräftigen Slogan übernahmen. So wurde SoS zu einer bayernweiten Bewegung.
Sehr schnell wurde das Bündnis zu einem Sammelpunkt von Studierendenvertetern, politischen Hochschulgruppen und interessierten Einzelpersonen. Alle vereint durch ein Ziel: die Studiengebühren in Bayern abzuschaffen.
Bis heute ist SoS ein studentisches, überparteiliches Bündnis geblieben.

Aktionen
Um den Druck gegen Studiengebühren aufrecht zu erhalten haben die Mitglieder von SoS regelmäßig bayernweite Demonstrationen organisiert – die allein in München mehrere tausend Teilnehmer hatten. Bayernweit gingen im Rahmen der SoS Kampagnen jährlich bis zu 15 000 Menschen auf die Straße.
So fanden im Herbst 2008, im Frühjahr und Herbst 2009 und schließlich im Mai 2011 die vorerst letzte große Demo gegen Studiengebühren statt.
Neben diesen Demonstrationen fanden auch rege Diskussionen mit Politikern statt und bereits 2009 wurden mehrere SoSler zu einem Gespräch beim Ministerpräsidenten Seehofer eingeladen.
Ebenfalls an die Politiker richtete sich eine Petition gegen Studiengebühren, die das Bündnis bereits 2008 mit 30.000 Unterschriften beim bayerischen Landtag einreichte.
2012 unterstützte SoS schließlich die Volksbegehren der Piraten und Freien Wähler sowie die Petition der SPD.
Seitdem ist eine große Kampagne gegen Studiengebühren angedacht, die jetzt, im Wintersemester 2012/2013 mit Blick auf die in einem Jahr anstehenden Landtagswahlen durchstartet.

Was hat’s gebracht?
Der anhaltende Protest hat Früchte getragen. Durch die Proteste der Studierenden sah sich die bayerische Staatsregierung gezwungen, den Verwaltungsbetrag von 50 Euro abzuschaffen und darüber hinaus die Zwei-Kind-Regelung einzuführen, nach der Eltern nur für jeweils ein Kind gleichzeitig Studiengebühren bezahlen müssen. Die soziale Selektion ist so noch nicht aufgehoben, aber es stellt zumindest für einige Familien eine finanzielle Erleichterung dar.
Die nachdrückliche Arbeit des Bündnisses hat dazu geführt, dass die Studiengebühren-Debatte in Presse und Politik immer wieder aufgegriffen wurde und in vielen Partei- und Wahlprogrammen präsent ist.

Aktuelles
Wir sind der Überzeugung, dass der jahrelange Kampf gegen Studiengebühren nun endlich erfolgreich zu Ende geführt werden kann. Nur noch Niedersachsen und Bayern halten an Studiengebühren fest – alle anderen Bundesländer haben sich von den Gebühren abgewandt. 2013 ist es nun soweit: am 20. Januar sind Landtagswahlen in Niedersachsen und wie 2010 in NRW, sehen wir die Chance, dass die Studiengebühren abgewählt werden!
Die bayerische Staatsregierung, die bis dato an Studiengebühren festhält, verliert weiter an Glaubhaftigkeit, wenn sie auf eine Beibehaltung der Gebühren besteht. Hier gilt es aktiv zu werden, die Gespräche mit Politikern fortzusetzen und gegen Studiengebühren zu demonstrieren.
Das Bündnis SoS kooperiert unter dem Motto “Bildung ist ein Grundrecht” mit Niedersachsen in einem gemeinsamen Kampf gegen die Unimaut.

 

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