Die Situation in Deutschland

images (2)Auch in Gesamtdeutschland ist die Situation um die Studiengebühren im Januar 2014 immer noch nicht geklärt. Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfahlen, das Saarland oder Hessen hatten bereits eine solche Gebühr eingeführt, mittlerweile wurde die aber auch hier wieder Ad acta gelegt. Zumindest so lange, bis eine Entscheidung auf Bundesebene folgen würde. Dies ist allerdings nicht so einfach, denn der Kultusbereich ist und soll weiterhin Länderkompetenz bleiben. Studenten sehen die Studiengebühren ohnehin als Abzocke, immerhin zahlt man bereits den obligatorischen Semesterbeitrag, der nur in ganz bestimmten Fällen erlassen werden kann. Im Gegensatz zum BaFög, der gesetzlichen Ausbildungsförderung für Studenten, wird der Semesterbeitrag unabhängig vom Einkommen errechnet. Eine Praxis, die viele Studenten als ungerecht empfinden. Auch das System scheint nicht ganz durchdacht. Geplant war eine einheitliche Studiengebühr von 500 € pro Semester. Hier wurden die weiteren Gebühren, die bereits seit Jahren beispielsweise für Zweitstudiengänge, das sogenannte Seniorenstudium oder berufsbegleitende Bachelor erhoben wurden, jedoch nicht eingerechnet. Im Zweifel musste ein Student also bereits jetzt deutlich mehr bezahlen als die eigentlichen Studiengebühren vorgaben.

Was bleibt

Was bleibt ist die Verwirrung und die Ahnungslosigkeit der Studenten. Wer jetzt ein Studium beginnt, kann sich nicht sicher sein, ob noch zu Zeiten des Studiums Gebühren erhoben werden, oder nicht. Auch der Semesterbeitrag ist hiervon betroffen, immerhin sollte dieser schon vor Jahren novelliert werden, wurde aufgrund der Diskussion um die Studiengebühren jedoch immer wieder nach hinten geschoben. Was wir brauchen ist ein offener Dialog zwischen Bund und Ländern und eine klare Entscheidung für oder gegen die Studiengebühren. Diese sollten dann aber bitte auch fair und einheitlich bleiben.